Biowaffe im Heimlabor: 17-Jähriger aus Zeithain verurteilt
Das Amtsgericht Riesa hat einen 17-Jährigen wegen der Herstellung und des Besitzes einer biologischen Waffe verurteilt. Der Jugendliche aus Zeithain ( Kreis Meißen) muss aber nicht ins Gefängnis. Auf Weisung des Gerichts muss er einen sozialen Trainingskurs belegen, um die Ursachen für sein Verhalten zu ergründen. In einem Labor im Dachgeschoss seines Elternhauses, hatte er ein hochgefährliches Gemisch aus Ricin und Aconitin hergestellt und aufbewahrt. Ricin gilt laut Kriegswaffenkontrollgesetz als biologische Waffe. Bereits in niedrigen Konzentrationen kann das Pflanzengift tödlich wirken.
Zudem hatte er 13 mal mit im Internet bestellten Chemikalien Böller gebastelt und die zum Beispiel im Garten explodieren lassen.
Der17-Jährige zeigte sich vor Gericht geständig. Nach Ansicht der Ermittler wollte der junge Mann niemandem schaden oder verletzen. Er sei von wissenschaftlichem und experimentellen Interesse angetrieben worden. I
Im April 2025 waren Polizei und Feuerwehr zu dem aufsehenerregenden Einsatz im Elternhaus des damals 16-Jährigen angerückt
