Booster-Impfungen? Nicht in der Stadthalle
Die Stadthalle steht aktuell nicht wieder als Impfzentrum zur Verfügung. Das sagte Leiterin Monique Riemenschneider von der Kultour Z. am Montag auf Anfrage unseres Senders. Hintergrund ist die Aufforderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an die Länder, die Impfzentren für sog. Booster-Impfungen zu reaktivieren.
„Wir haben Verträge mit vielen Veranstaltern für die nächsten Monate“, erklärte Riemenschneider, „und kämpfen uns mühsam ins Geschäft zurück.“ So treten beispielweise am kommenden Wochenende Roland Kaiser, Mario Barth und Dieter Nuhr auf.
Vom Roten Kreuz, das bis Ende September die großen Impfzentren betrieben hat, hieß es, es gebe noch keinen Auftrag für deren Wiederbelebung. „Sehr zufrieden sind wir mit der Akzeptanz der Mini-Impfzentren, wie eines im Autohaus Lueg eingerichtet ist“, sagte Gerd Gräfe vom DRK. Dort könne man bis zu 200 Menschen täglich impfen. „Und die Leute stehen Schlange.“ Sollte der Andrang darüber hinausgehen, wären weitere kleine Impfpunkte aus seiner Sicht die beste Strategie. Ausgebucht bis Jahresende sei zudem das mobile Impfteam.
Seit dem 1. November dürfen sich in Sachsen Personen ab 18 Jahre die Auffrischungsimpfung geben lassen, wenn die Grundimmunisierung mindestens ein halbes Jahr zurückliegt.
Update 16:00 Uhr: Sachsen erwägt bisher keine Wiedereröffnung seiner früheren Impfzentren. „Wir haben die Impfzentren geschlossen, weil es keinen Bedarf mehr gab“, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.