Borkenkäfer überwintert mit "Frostschutzmittel"

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Schnee und Eis lassen den Borkenkäfer  kalt. Auch Nachttemperaturen bis zu minus 20 Grad reichen nicht, um dem Schädling den Garaus zu machen. Grund: Die Plagegeister produzieren eine Art körpereigenes Frostschutzmittel.

 Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes dämpft die Hoffnung vieler Waldbesitzer. Borkenkäfer könnten sich gut auf eine solche Situation einstellen. Sie überwintern im Boden oder am Baum, wo sie sich frostsicher unter der Rinde einnisten. Was der Borkenkäfer nicht mag, ist der häufige Wechsel von Frost- und Tauperioden. Er kann sich dann nicht so schnell umstellen.

Sorgen bereitet Sachsenforst, dass durch Schneebruch wieder Schadholz entstehen kann, das dem Borkenkäfer im Frühjahr Lebensraum gibt.