Brandanschlag auf Zwickauer Asylbewerberheim
Unbekannte haben mit Molotowcocktails einen Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in der Kopernikusstraße in Zwickau verübt. Dabei wurde ein Bewohner in der Nacht zu Sonntag leicht verletzt, als er das Haus verlassen wollte. Der 36-Jährige rutschte aus und schnitt sich in die Hand. Ein Mitarbeiter des Wachschutzes hatte den Brand bemerkt und brachte die Flammen mit dem Feuerlöscher schnell unter Kontrolle. Laut Polizei blieb es bei Rußschäden im Gebäude. Bei dem Anschlag waren 15 Asylbewerber im Haus. Die Bewohner können die Unterkunft weiter ohne Einschränkung nutzen.
Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping zeigte sich geschockt: "Ein Brandanschlag, der nachts auf eine bewohnte Asylunterkunft verübt wird, ist besonders feige und hinterhältig. Damit werden bewusst Opfer in Kauf genommen, wenn nicht gar gewollt."
Die Polizei ermittelt unter anderem wegen schwerer Brandstiftung. Wie die Brandsätze in das abseits der Straße gelegene Gebäude gelangt seien, müssten weitere Untersuchungen klären, hieß es.