Brandserie in Crimmitschaus Gartenanlagen reißt nicht ab
Bei den Kleingärtnern in Crimmitschau geht die Angst um. Erneut ist in der Gartenanlage „Am Höllgraben“ eine Laube abgebrannt, die fünfte innerhalb weniger Tage in der Stadt. Beim Eintreffen der Feuerwehr am Montag gegen 3:30 Uhr stand das Gebäude in Vollbrand. „Es war nicht mehr zu retten“, sagte Gemeindewehrleiter Enriko Marr. Die Kameraden konnten aber ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarlauben verhindern.
Die Besitzerin, eine alleinerziehende Mutter, ist am Boden zerstört. Erst vor einem Jahr hatte die Frau den Garten übernommen. Sie wollte sich dort ein Idyll für sich und ihr Kind aufbauen. Die Laube hatte sie mit Hilfe einer Nachbarin renoviert, ein Kinderhaus und einen Pool aufgestellt. Jetzt weiß sie gar nicht, wie sie das ihrem Kind erklären soll, hat sie unserem Reporter erzählt.
Auch die Feuerwehrleute stoßen langsam an ihre Grenzen, zum fünften Mal mussten sie früh raus, immer zwischen drei und vier Uhr. „Das geht an die physiche und psychische Substanz. Immer in der Tiefschlafphase geweckt zu werden, dann bis 6/ 6:30 Uhr zu löschen und anschließend auf Arbeit“, so Marr. Sie können nur auf das Verständnis ihrer Arbeitgeber hoffen.
Neben den Brandursachenermittlern kamen am Montag auch ein Fährtenhund und ein Brandmittelspürhund zum Einsatz.