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Breitband-Ausbau: Zoff, Verzögerung und Online-Kühe

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Vor gut einem Jahr war der erste Spatenstich für das Mega-Projekt im Landkreis Zwickau: für den Ausbau des Glasfaser-Netzes mit Kosten von 164 Millionen Euro. Am Montag informierte das Chemnitzer Unternehmen Eins Energie über den Stand und bat um Geduld. Das Vorhaben hat sich verzögert und kann nun erst Ende 2028 abgeschlossen werden.

Ursache für den Verzug ist das Aus des ursprünglichen Hauptauftragnehmers – die Arge habe sich zerstritten und aufgelöst, so Michael Fritzsch, Hauptabteilungsleiter Telekommunikation bei Eins Energie. In den ersten Orten haben inzwischen die Bauarbeiten begonnen, von den 36 Knoten oder zentralen Technik-Standorten sind 34 fertig.

Am Ende sollen auf fünf Kilometern Kabel verlegt sein und 16.875 Haushalte einen Glasfaser-Anschluss haben. Das gilt auch für Firmen wie die Agrargenossenschaft Langenchursdorf. Ihren Sitz hatte Eins Energie als Ort für den Medientermin ausgesucht. Der Vorstandsvorsitzende Rainer Stauch erklärte, wofür der Landwirtschaftsbetrieb dringend ein schnelles Internet benötigt: unter anderem für die GPS-gesteuerten Traktoren und für den Kuhbestand – die Tiere tragen Sensoren im Körper.  

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Rainer Stauch, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Langenchursdorf: