Freude beim BSV: Erst Hängepartie, nun klares Votum für Finanzspritze
Der Finanzausschuss hat es spannend gemacht. Anfang März stand der Zuschuss für den BSV Sachsen Zwickau das erste Mal auf der Tagesordnung, doch die Entscheidung wurde mehrmals vertagt. Am Dienstag trat der Ausschuss nun zu einer Sondersitzung zusammen, und vor der inzwischen fünften Lesung wurde auf den Besucherplätzen gemunkelt, dass das Thema in den Stadtrat wandert. Irrtum! Nach knapp zehn Minuten stand fest: Der BSV bekommt 216.000 Euro von der Stadt für die Heimspiele in der kommenden Saison. Es gab keine Gegenstimme, nur eine Enthaltung.
Ursprünglich sollten es 217.000 Euro sein. Doch das wurde korrigiert, nachdem die CDU vorgeschlagen hatte, das Geld nicht auf einmal, sondern in zwölf Raten auszuzahlen. Die AfD hatte ausgerechnet, dass das 18.083,33 gewesen wären, und so wurde auf ihren Antrag hin beschlossen, zwölfmal 18.000 Euro zu überweisen und damit insgesamt 216.000 Euro.
Warum die Häppchen-Variante besser ist, erklärte niemand. Aber es gab Statements zu dem Vierteljahr, das ins Land gehen musste, bis der Ausschuss die Finanzspritze absegnen wollte. „Keiner hier am Tisch will den Zuschuss nicht zahlen“, sagte Raphael Kürzinger von der CDU, die Rückfragen hätten zu den fünf Lesungen geführt. Wolfgang Elsel, AfD, stellte klar, dass niemand dem BSV das Wasser abgraben wolle; alle offenen Fragen zu klären, sei die Pflicht der Stadträte.
Auch BSV-Präsident Thomas Müller verfolgte die Sondersitzung. Es machte sich nach eigenen Worten mit ganz großer Freude auf den Heimweg: „Wir werden jetzt mit den Sponsoren reden, mit den Spielerinnen die Verträge gestalten und werden nach vorn schauen.“