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Bürgerforum Zwickau mobilisiert Tausende Asylgegner

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Mehrere tausend Menschen aus einigen Teilen Sachsens sind am späten Samstag­nach­mittag in Zwickau gegen die Flücht­lings­po­litik der Bundes­re­gie­rung auf die Straße gegangen. Polizei und Veran­stalter sprachen überein­stim­mend von 3.500 bis 4.000 Teilneh­mern des Stern­mar­sches, der in einer Kundge­bung auf dem Haupt­markt gipfelte.

Dort forderte Haupt­redner Jürgen Elsässer den Sturz der Bundes­re­gie­rung, sprach von „Lügen­presse“ und einer skrupel­losen Kanzlerin. Die Menge skandierte „Merkel muss weg“, „Volks­ver­rä­ter“ und „Wider­stand“. Elsässer sagte unter dem Applaus der Demons­tranten, er habe Anfang des Monats Verfas­sungs­be­schwerde einge­reicht. Zudem beschwor er die deutsch-russi­sche Freund­schaft und forderte die Menschen auf, AfD zu wählen.

Der Sprecher des Bürger­fo­rums Zwickau, Nils Nestler, nannte die Regie­rung in Berlin ein „kapita­lis­tisch, faschis­ti­sches Regime“, das von den „Mainstream-Medien“ als Hofbe­richt­er­statter unter­stützt werde. Nach dieser Logik sei die Bürger­fo­rums-Bewegung antifa­schis­tisch.

Etwa 200 Gegen­de­mons­tranten hatten sich am Nachmittag auf dem Schumann­platz versam­melt. Sie trugen Plakate, auf denen stand „Refugees Welcome“ oder „Flucht ist kein Spazier­gang“. Die Demo begann mit einer Schwei­ge­mi­nute für Opfer rechter Gewalt und im Mittel­meer ertrun­kene Flücht­linge. Grünen-Landes­chef Jürgen Kasek appel­lierte an die Teilnehmer, Rassismus im Alltag entge­gen­zu­treten. Angst sei keine Recht­fer­ti­gung für Rassismus.