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Bund will Roten Kamm bei Schneeberg auf Erdwärme untersuchen

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Der Rote Kamm zwischen Bad Schlema und Schneeberg gerät in den Fokus von Bund und Land. Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule an der Schneeberger Straße soll in den kommenden Jahren im Granitstein gebohrt werden. Darüber informierten am Dienstag u.a. die Bürgermeister der beiden Städte, Jens Müller und Ingo Seiffert. Das Projekt steht unter der Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Ziel ist es Erdwärme zu finden und diese als erneuerbare Energie zu gewinnen - Geothermie heißt das in der Fachsprache. Der Bund investiert in das Projekt über 20 Millionen Euro. Einen Teil übernimmt das Land Sachsen, das auch den Bohrplatz bereitstellt.

Die Bohrungen sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Interessierte sollen die Bohrarbeiten beobachten können, dazu sind Besuche von Schulklassen geplant. Vorgesehen sind auch zwei Bildschirme in den Rathäusern von Bad Schlema und Schneeberg, auf denen man die Messungen und Bohrungen verfolgen kann.

Noch befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Frühestens 2021 kann der Bohrer loslegen.