Bundespräsident wirbt in Bautzen für breiten Dialog
Bundespräsident Joachim Gauck hat für einen breiten gesellschaftlich Dialog geworben. Die Menschen müssten für den demokratischen Dikurs zurückgewonnen werden, sagte Gauck am Mittag auf einem Diskussionsforum mit Bürgern in Bautzen. Deutschland brauche Begegnung, die auch im Streit enden könne.
Es sei besser miteinander zu reden, als sich ins stille Kämmerlein zurückzuziehen und am Computer Gehässigkeiten zu posten, sagte Gauck. Der Bundespräsident beklagte eine Störung zwischen jenen, die gewählt haben, und denen, die gewählt wurden.
Der Bundespräsident war vor dem Hintergrund des Brandanschlages auf ein künftiges Asylbewerberheim in Bautzen in die Spreestadt gekommen.
Gauck war am Vormittag in Bautzen eingetroffen. Er wurde von zwei Sorben mit Brot und Salz begrüßt. Dann trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein.
Am Mittag diskutierte Gauck mit ausgewählten Sachsen - Mitglieder von Vereinen und Bürgerinitiativen, Handwerkern, Schülern und Auszubildenden. Am Nachmittag gibt er einen Empfang für Ehrenamtliche.