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CDU hält FSV als künftigen Stadionmieter für überfordert

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Die CDU bezwei­felt, dass das neue Stadion wirtschaft­lich betrieben werden kann. Bevor der Bauauf­trag vergeben wird, müssen die Zahlen auf den Tisch. Das verlangte die Fraktion am Dienstag vor Journa­listen.

Eine Pleite der Stadi­on­be­trei­ber­ge­sell­schaft wäre schlimmer als der Verlust der 700.000 Euro, die bisher für die Vorbe­rei­tung des Vorha­bens ausge­geben wurden, sagte Frakti­ons­chef Thomas Beier­lein. Der CDU gehe es um das Wohl der Stadt, von Macht­spielen könne keine Rede sein. Beier­lein bezog sich dabei auch auf die Ankün­di­gung von Finanz­bür­ger­meister Bernd Meyer, wonach sich die Haushalts­lage in den kommenden Jahren verschärfen werde.

Ein großes finan­zi­elles Risiko sieht die CDU im künftigen Stadi­onnutzer FSV. Es wisse niemand, ob der Verein pro Jahr seinen Anteil an den Betrei­ber­kosten in Höhe von einer Viertel­mil­lion Euro aufbringen könne, sagte Beier­lein. Man freue sich über die aktuellen sport­li­chen Erfolge, sehe aber auch die geringen Besucher­zahlen.

Auf die Frage, wo der FSV nach Auslaufen der Sonder­ge­neh­mi­gung für das "Sojus" denn spielen solle, wenn der Stadi­on­neubau wackelt, antwor­tete der CDU-Politiker, er glaube nicht, dass es keine weitere Ausnah­me­ge­neh­mi­gung gebe.

In der neu entbrannten Diskus­sion um den Stadi­on­neubau spielt das Westsach­sen­sta­dion offenbar wieder eine größere Rolle. CDU-Stadion-Experte Norbert Gruß hält eine abgespeckte, aber dritt­li­ga­taug­liche Sparva­ri­ante im Wesa für möglich. Und Sven Itzek, Chef der AfD und Mitun­ter­zeichner des Stopp-Antrages, konsta­tierte, die Wesa-Pläne seien damals "zu schnell abgewürgt worden".

Am 18. September hat der Stadtrat über den Antrag von CDU, AfD und BfZ/Grüne zu entscheiden. Das Trio hat die Mehrheit im Rat. Es verlangt, die Pläne neu zu disku­tieren. 18 Millionen Euro netto soll der Neubau in Eckers­bach kosten. Die Betrei­ber­kosten werden pro Jahr auf bis zu eine Million Euro veran­schlagt.

Audio:

Thomas Beier­lein