Chemnitz will Zentrum für Wasserstofftechnologie werden

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In Chemnitz soll ein Wasserstofftechnologie-Zentrum des Bundes entstehen. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die Uni haben dazu ein Konzept vorgelegt. Mit diesem bewirbt sich Sachsen jetzt um den Standort.

Das Konzept sieht den Aufbau eines "HIC - Hydrogen and Mobility Innovation Center" vor, das in einem Jahr in Chemnitz arbeiten könnte. Das wäre ein idealer Standort, teilte das Wirtschaftsministerium in Dresden mit und verwies darauf, dass Chemnitz bereits Forschungs- und Transferschwerpunkt für Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen-Fahrzeugantriebe ist. Zudem gebe es im Umfeld fünf Fahrzeug- und Motorenwerke sowie rund 780 Zulieferer, Ausrüster und Dienstleister für den Automobilbau.

In dem Wettbewerb muss sich Chemnitz gegen deutschlandweite Konkurrenz durchsetzen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wählt bis Ende März drei Finalisten aus den bundesweiten Bewerbungen aus. Diese Standorte werden dann im Zuge von Machbarkeitsstudien geprüft, über das beste Konzept wird im Spätsommer entschieden.

Die Wasserstofftechnologie kann zum Beispiel zum Antrieb von Fahrzeugen genutzt werden. Die Bundesregierung will die Forschung zum Thema Wasserstoff forcieren. Deutschland soll international Taktgeber dieser Zukunftsindustrie werden und Wasserstofftechnologien «Made in Germany» sollen weltweit konkurrenzfähig sein.

Sachsen wolle in Bezug auf den Einsatz von Wasserstoff als Baustein für nachhaltige Mobilität und Defossilisierung der Industrie beispielgebend sein, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Das HIC könnte dazu beitragen, dass sich das Land zu einem führenden Standort dieser Technologie in Deutschland entwickelt. Die Bewerbung wird von der Stadt und der TU Chemnitz, der TU Dresden, der Fraunhofer-Gesellschaft, BMW Leipzig und dem Automobilzulieferer Vitesco Technologies sowie vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen getragen und unterstützt.