Kulturhauptstadt-Bewerbung geht in die zweite Phase
Für seine Bewerbung als Kulturhauptstadt will Chemnitz jetzt bis Ende Mai eine neue, detaillierte Präsentation erarbeiten. Das 100 Seiten starke Bewerbungsbuch muss bis Ende Juli bei der Jury eingereicht werden, bevor diese dann im September selbst nach Chemnitz kommt. Dann wird sich das Gremium vor Ort ein Bild machen, sagte uns Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.
„Auf diese beiden Teile werden wir unsere Professionalität ausrichten, so das Stadtoberhaupt. Die Entscheidung, wer 2025 Kulturhauptstadt Europas wird, erwartet Ludwig im November. Neben Chemnitz sind auch Magdeburg, Hannover, Hildesheim und Nürnberg in die Endauswahl gekommen. Zittau, Dresden und Gera hatten die zweite Runde nicht erreicht.
Barbara Ludwig sieht es als Vorteil an, dass sie im kommenden Sommer nach 14 Jahren im Amt nicht wieder zur Wahl als Oberbürgermeisterin antritt. Sie müssen keinen Wahlkampf machen und habe daher Zeit, sich für die Bewerbung der Stadt einzusetzen. Aus diesem Grund habe sie auch schon einige Ämter in den Aufsichtsräten kommunaler Unternehmen abgegeben. “Ich ordne mich einem Ziel ein: Wir wollen gewinnen„, sagte Ludwig.
Für die zweite Bewerbungsphase bekommt die Stadt 600.000 Euro Fördermittel vom Land. Diese könne man unter anderem für Honorarkräfte verwenden, sagte die Rathauschefin. Nach ihrer Aussage würden sich alle verbliebenen Bewerber gemeinsam dafür einsetzen, dass der Sieger des Auswahlverfahrens Fördergeld vom Bund bekommt. Da Essen als Europas Kulturhauptstadt 2010 mit 20 Millionen Euro gefördert worden sei, gehe sie für den Gastgeber 2025 wegen des Inflationsausgleichs von 30 Millionen Euro aus.