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Chlorephedrin-Rekordfund - Prozess geplatzt

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Der Prozess gegen die mutma­ß­liche Schlüs­sel­figur eines deutsch-tsche­chi­schen Crystal-Dealer-Rings ist vorerst geplatzt. Das Landge­richt Leipzig setzte die Verhand­lung gegen einen 33 Jahre alten Leipziger Pharmahändler und seinen 46 Jahre alten Mitan­ge­klagten aus. Die Haftbe­fehle gegen die Männer wurden aufge­hoben. Die Staats­an­walt­schaft habe sich unzulässig verhalten und das Gebot auf ein faires Verfahren für die Angeklagten verletzt, so der Vorsit­zende Richter Rüdiger Harr. Unter anderem hatten die Ermittler immer wieder umfang­reiche Akten nachge­reicht. Der 33 Jahre alte Pharmahändler soll eine Schlüs­sel­figur inner­halb eines deutsch-tsche­chi­schen Drogen­händ­ler­rings sein. Er soll insge­samt 4,1 Tonnen des Crystal-Grund­stoffs Chlore­phe­drin gekauft und nach Tsche­chien weiter­ge­geben haben. Das Landge­richt hatte die Anklage aller­dings schon im Vorfeld mangels Beweisen stark einge­schränkt. Nur einer von 13 Fällen wurde zur Verhand­lung zugelassen. Es fehle an Nachweisen, dass aus dem Chlore­phe­drin in tsche­chi­schen Drogen­kü­chen tatsäch­lich Crystal produ­ziert wurde.