Christoph Scheurer geht gut gelaunt in den Ruhestand

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Keiner in Sachsen war so lange Kreischef. Nach 31 Jahren ist der heutige Sonntag der letzte Arbeitstag von Christoph Scheurer als Landrat. Am Montag übergibt er noch den Schlüssel an die erste Beigeordnete Angelika Hölzel und dann gehe er gut gelaunt nach Hause, sagte der Christdemokrat bei seinem letzten Pressegespräch.

„Es war eine herausfordernde Zeit“, resümierte Christoph Scheurer. Es sei viel erreicht worden. „Ich bin stolz darauf, einen Beitrag zur blühenden Landschaft geleistet zu haben.“ Wichtig waren ihm die Investitionen in die 14 Schulen des Landkreises und in die Krankenhäuser. Die Schulen seien in einen Zustand versetzt worden, dass sie den jungen Leuten beste Voraussetzungen bieten. Aber es muss weiter Geld in die Bildungseinrichtungen gesteckt werden – ein Stichwort: Digitalisierung.

Die Unzufriedenheit vieler Autofahrer teilte der 65-Jährige. Beim Straßenbau sei viel liegengeblieben, sagte Christoph Scheurer. Er hofft, dass die neue Kreispauschale ab dem kommenden Jahr mehr in Bewegung bringt. Defizite wurden dem Landratsamt bei der Öffentlichkeitsarbeit vorgeworfen. Den direkten Draht zu den Medien hat die Kreisverwaltung nach Ansicht des Landrates. Doch er kann nachvollziehen, dass sich der eine oder andere Beschwerdeführer mehr gewünscht hätte.

Christoph Scheurer lag viel daran, die Frauen und Männer im Ehrenamt zu unterstützen. Im Ruhestand will er sich selbst mehr Zeit für ehrenamtliche Aufgaben nehmen. Und wenn er im Landkreis unterwegs ist, wird er immer wieder an Bauwerken vorbeikommen, die ihn an seine Zeit als Landrat erinnern, die er selbst eingeweiht hat. Ein Beispiel: „Natürlich haben wir die schönste Brücke im ganzen Muldental – die in Schlunzig.“

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Interview mit Christoph Scheurer