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  • Vor einer Woche jährte sich zum ersten Mal der Todestag von Maximilian Stoppa. Ihm zu Ehren wurde ein Gedenkstein aufgestellt.

Prozess zum Tod des Dresdener Polizisten: Verteidiger fordert Einstellung

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Mit einem Paukenschlag hat in Cottbus der Mordprozess um den gewaltsamen Tod des sächsischen Polizisten Maximilian Stoppa begonnen. Der Verteidiger verlangte die Einstellung des Verfahrens. Begründung: Der Angeklagte sei bereits vom Landgericht Hildesheim für den  Autodiebstahl in Niedersachsen verurteilt worden. Alles was dann auf der Flucht passiert sei, war eine Tat, so Anwalt Christoph Rühlmann. „Laut Bundesgerichtshof sind alle Taten, die nach dem Diebstahl begangen wurden, tateinheitlich passiert.“  Eine erneute Verurteilung sei deshalb unzulässig. Das Landgericht Cottbus muss nun über den Antrag entscheiden. 

Der Vorsitzende Richter Frank Schollbach ließ durchblicken, dass er eine andere Auffassung hat. Er verwies auf den zeitlichen und räumlichen Abstand zwischen dem Autodiebstahl in Niedersachsen und der Tat in Lauchhammer. „Wir nehmen eine einheitliche Tat an, sonst hätten wir das Verfahren nicht eröffnet.“

 Der Prozess wird am 19. Januar fortgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus wirft dem Angeklagten  Mord vor. Er habe mit seiner Tat als Bandenmitglied die Beteiligung an einem Autodiebstahl verdecken wollen. Vor einem Jahr raste er in Lauchhammer einen den 3-jährigen Oberkommissar aus Dresden tot. „Er fuhr mit bis zu 172 Kilometer pro Stunde durch den Ort,  überholte mehrfach trotz Gegenverkehrs“, so der Staatsanwalt.

 Die Zivilstreife hatte  Autoschieber verfolgt.   In Lauchhammer sollte der Jeep Grand Cherokee angehalten werden. Der Oberkommissar war ausgestiegen und wollte einen Nagelgurt aus dem Kofferraum holen. In diesem Moment sei  der Fahrer des Pilotautos, das die Fluchtroute der Autoschieber  absichern sollte, auf den Polizisten zugefahren. 

Kollegen des getöteten Polizisten waren zum Prozessauftakt gekommen. Als Nebenklägerin hatte die Mutter des Oberkommissars die Verhandlung verfolgt.

Seit der vergangenen Woche erinnert ein Gedenkstein in Lauchhammer an Maximilian Stoppa.

Audio:

Verteidiger Christoph Rühlmann
Wie geht es im Prozess weiter? Frank Merker, Vizepräsident des Landgerichts Cottbus