Das erwartet Besucher zum Historischen Markttreiben in Zwickau
Vom 7. bis 8. September verwandelt sich die Zwickauer Innenstadt wieder in eine Zeitmaschine. Wer dann über die Marktplätze und den Domhof schlendert, wird zum Historischen Markttreiben in die Epochen des Mittelalters, der Reformation und der technischen Revolution zurückversetzt.
Am Donnerstag hat das Kulturamt im Rathaus das Programm vorgestellt. Alles steht unter dem Motto „Zwickau im Wandel der Zeit“ und bietet Geschichte zum Anfassen. Neben altbewährten Angeboten, wie dem Blick in die historische Rußküche der Priesterhäuser einschließlich Suppenverkostung, erwartet die Besucher zum Beispiel auch ein Flachsbauer. „1861 kamen die Baumwollexporte aus Amerika durch den Bürgerkrieg dort fast zum Erliegen, und deshalb ist damals auch in der Zwickauer Region und im Erzgebirge die Flachsproduktion aufgeblüht“, erklärte Kulturamtsleiter Michael Löffler. Daran soll der Flachsbauer mit seinem Stand erinnern.
Mitmachaktionen für jedes Alter gibt es zum Historischen Markttreiben auch wieder: An einem Stand der Kunstsammlungen können Postkarten kunstvoll gestaltet werden und die Ratsschulbibliothek zeigt im Domhof, wie man Papier restauriert. Zum ersten Mal dabei sind ein Schnitzer aus Finnland und ein Riesenrad, das von Hand gesteuert wird, sagte Lisa Schreiber vom Kulturamt: „Der Besitzer wird es tatsächlich selbst ankurbeln und Besucher können das Markttreiben auch mal von Oben sehen.“
Und weil in Zwickau Automobilgeschichte nicht fehlen darf, wird auch das August-Horch-Museum seinen Beitrag leisten und auf dem Kornmarkt den Nachbau des ersten „Horch 14-17 Tonneau“ ausstellen. Außerdem können Besucher Oldtimer-Rundfahrten machen.
Außerdem ist an dem Wochenende auch Tag des offenen Denkmals und verkaufsoffener Sonntag. Die Geschäfte in der Zwickauer Innenstadt haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet.