Bemerkenswerter Solarpark wortlos in Betrieb genommen
Der Solarpark in Zwickau-Mosel wurde im April 2022 symbolisch eröffnet. Nicht nur die Oberbürgermeisterin war dabei, auch der sächsische Umweltminister. Der Solarpark zwischen Brückenberg und Golfplatz ist ein paar Nummern größer und damit der größte in Zwickau. Er wurde vor ein paar Wochen in Betrieb genommen. Es passierte im Stillen, ohne ein offizielles Wort, obwohl der Stoff für eine Festrede gereicht hätte.
Die Photovoltaik-Anlage füllt eine Fläche von 27 Hektar über den Dächern der Zwickauer Innenstadt und von Schedewitz. Sie besteht aus 57.120 Modulen, 14 Trafostationen und einem Batteriespeicher. Mit einer Gesamtleistung von 27 Megawatt-Peak erzeugt sie im Jahr 27 Millionen Kilowattstunden Strom – damit kann der Bedarf von 8.100 Vier-Personen-Haushalten gedeckt werden. Er fließt über das Umspannwerk an der Mülsener Straße ins öffentliche Netz. Investiert wurde in dieses Vorhaben eine zweistellige Millionen-Summe. Diese Fakten teilte uns Enerparc mit, der Bauherr und Betreiber.
Die Solarmodule sind vor einem Jahr in rekordverdächtigem Tempo montiert worden. Baustart war im Dezember 2023, im Februar 2024 stand die Anlage und ist seitdem kilometerweit zu sehen. Die Vorarbeiten waren nicht ohne. „Es wurden viele Kilometer Kabel aus dem Boden geholt und 160.000 Tonnen Erde bewegt. Wir haben die größte Planierraupe geordert“, berichtet Projektleiter Martin Formicola.
Vergleichsweise lange dauerte es, bis die Anlage Strom lieferte. Wie wir berichtet haben, ließ - salopp gesagt - das Umspannwerk auf sich warten. „Die Anlage baut sich relativ schnell, weil sie aus einfachen Komponenten besteht und wir diese auf Lager hatten“, erklärt Martin Formicola, „bei einem Umspannwerk wird eine Vorlaufzeit von drei Jahren benötigt. Komponenten müssen bestellt werden und es braucht seine Zeit, bis sie geliefert werden.“