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Theater trumpft mit Musicals und tausend Ideen auf

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Das Theater Plauen-Zwickau surft auf seiner Erfolgswelle weiter: Es setzt in der kommenden Spielzeit aufs Musical und zeigt sich sehr kreativ – das Publikum kann neugierig sein auf Uraufführungen, auf ein ganz neues Format oder die Kombination von Sinfoniekonzert und Sand-Malerei.

„Die Leute rennen uns die Bude ein“, sagte Operndirektor Horst Kupich, als diese Woche bei der Pressekonferenz zur Spielzeit 24/25 nochmal die Rede auf das Musical kam. Denn damit trifft das Ensemble offenbar den Geschmack des Publikums. Bereits bei „Addams Family“ waren die Vorstellungen ausverkauft und „Liebe, Mord und Adelspflichten“ kam ebenfalls sehr gut an. Bei dem Erfolg entschied sich das Theater, die beiden weiterhin zu spielen und ein weiteres Musical auf die Bühne zu bringen. „Der kleine Horrorladen“ heißt das neue und gehört zu den skurrilen Exemplaren seiner Gattung. Eröffnet wird die Spielzeit im Übrigen ebenfalls mit einem Musical – „Snow White and Me“ ist auf der Freilichtbühne zu erleben, erstmals in deutscher Sprache.

In der aktuellen Spielzeit präsentierte das Schauspiel erstmals „Theatersport“. An dieses neue Format lehnt sich „Komm, ich mach dir eine Szene“ an, eine schnelle Improvisationsshow, bei der sich Regisseure einen Wettstreit liefern. Völlig neu in Zwickau ist das Gametheater-Projekt „Zurück in die Zukunft – der Fall der vier Ringe“. Hier unternimmt das Publikum im August-Horch-Museum eine Zeitreise durch die Geschichte der Autoindustrie, geleitet von einer App; an den Stationen treffen die Zuschauergruppen natürlich auf Schauspieler.

Dieses Gametheater-Projekt ist eine Uraufführung. Eine weitere hat den Titel „EUdaimonía“ – das Stück zeigt nach den Worten von Theaterchef Dirk Löschner, wie ein Heilsversprechen das ganze Leben verändern kann. Das Ballett inszeniert mit „Ramayana“ ein altes indisches Epos – ebenfalls eine Uraufführung.

Das Thema „Schumann“ liegt diesmal in den Händen von Generalmusikdirektor Leo Siberski und den Philharmonikern. Beim Konzert am Tag der deutschen Einheit wird Schumanns Klavierkonzert gespielt, aber auch seine 4. Sinfonie wird zu hören und mit den Augen zu erleben sein: Der Saal wird verdunkelt und eine Frau erzählt mit Sand dazu eine Geschichte.

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Operndirektor Horst Kupich: