Defizit in Sachsen bei Aufnahme von Flüchtlingen
Sachsen hat im September weniger Flüchtlinge aufgenommen als vorgeschrieben. 7500 Menschen sind in den vergangenen vier Wochen aufgenommen worden, der Freistaat hätte aber eigentlich 12.000 aufnehmen müssen. Bayern dagegen hatte einen Überhang von fast 14.000. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Bundesinnenministeriums hervor. Grund sei, dass insbesondere in München viele Flüchtlinge angekommen sind und zunächst Bayern die Koordinierung übernahm, sagte Jan Meinel vom sächsischen Innenministerium. Nun habe der Bund die Koordinierung übernommen und nachgerechnet, sagte Meinel. Der Freistaat werde die 4500 Flüchtlinge in den nächsten Tagen und Wochen zusätzlich mit unterbringen. Dazu werden weiter händeringend Unterkünfte gesucht, gleichzeitig sollen Flüchtlinge schneller auf die Kommunen verteilt werden. Asylsuchenende werden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel verteilt. Demnach müssen fünf Prozent aller in Deutschland ankommenden Flüchtlinge in Sachsen aufgenommen werden.