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Dem Landkreis Zwickau droht seine größte Finanzkrise
Am Ende der Kreistagssitzung am Mittwoch schlugen die Alarmglocken. Die Verwaltung informierte über den Haushalt der kommenden beiden Jahre. Sie kann aktuell keinen Entwurf vorlegen, weil der Etat nicht beschlussfähig wäre. Nach aktuellem Stand wären Ende 2026 alle Rücklagen aufgebraucht und unterm Strich stünde ein Minus von 4,9 Millionen Euro.
„Seit 1992 habe ich so eine Situation nicht erlebt“, sagte Vize-Landrätin Angelika Hölzel. Der Landkreis benötige 95 Prozent seiner Ausgaben für Pflichtaufgaben. Und diese Aufgaben sind mehr geworden oder werden nicht entsprechend gegenfinanziert. Alle sächsischen Landkreise stehen vor dem Problem, keinen ausgeglichenen, gesetzmäßigen Haushalt vorlegen zu können. Wie es aussieht, ist das nur lösbar, wenn mehr Geld von Bund und Land kommt. Im Dezember soll es im Zwickauer Kreistag eine erste Lesung geben. Fest steht, dass der Landkreis ohne beschlossenen Haushalt ins neue Jahr geht.
