Dem Theater droht eine erhebliche Finanzlücke
Gute Zeiten, schlechte Zeiten – das Theater Plauen-Zwickau erlebt beides gleichzeitig. Die Resonanz ist groß, oft sind die Vorstellungen ausverkauft – wie bei „La Traviata“ – und die Besucher begeistert. Und dann fehlt doch das Geld – im nächsten Jahr wird ein Defizit von 1,5 Millionen Euro erwartet.
Dieses Minus wurde bekannt, nachdem die CDU-Fraktion für nächsten Donnerstag einen Antrag eingereicht hat: Der Stadtrat soll die Oberbürgermeisterin beauftragen, mit Plauen zu verhandeln, um das drohende Defizit 2025 auszugleichen.
Die finanzielle Lage sei kritisch, sagte uns Theater-Geschäftsführerin Sandra Kaiser. Hauptursache sind die gestiegenen Personalkosten nach den Tariferhöhungen. Dieses Jahr haben Rücklagen geholfen, über die Runden zu kommen. Doch die Reserven sind bald erschöpft. Und so wird 2025 mit dem genannten Minus von 1,5 Millionen gerechnet. Wenn Sachsen den Kulturpakt nicht verlängert, wird es noch schlimmer.
Die CDU will das Theater erhalten, betont Fraktionschef Michael Luther. Er erinnert an das Strukturkonzept, das spätestens 2024 dem Stadtrat vorgelegt werden soll. „Doch es herrscht Schweigen im Walde. Wir wollen mit dem Antrag die öffentliche Diskussion anstoßen“, so Michael Luther.
Der Zuschuss der beiden Städte bleibt zunächst einmal konstant: Bis 2028 ist er mit zehn Millionen Euro pro Jahr festgelegt. Allerdings weist die CDU auf einen Paragraphen im Grundlagenvertrag hin, der sagt, dass Mehrkosten durch Tarifabschlüsse auszugleichen sind.