Demo gegen Kultur-Kürzungen in Sachsen
Mit einer Demo vor der Dresdner Semperoper haben am Montag Theater und Orchester aus ganz Sachsen gegen geplante Kürzungen im Kulturbereich protestiert. Anlass sind unter anderem die am gleichen Tag stattfindenden Beratungen zum Doppelhaushalt. In dem Etat will die Landesregierung bei vielen Einrichtungen den Rotstift ansetzen.
Die Theater stehen aber bereits jetzt unter erheblichem finanziellem Druck, heißt es vom Landesverband des Bühnenvereins. Tarifentwicklungen sowie gestiegene Kosten für Energie, Dienstleistungen und Material hätten die Situation schon zusätzlich verschärft. Noch mehr sparen, werde schwierig. Auch die Gewerkschaften fordern den Landtag auf, beim Haushaltsentwurf nachzubessern.
„Auch in Zukunft müssen die sächsischen Theater tarifgebunden bleiben und den Beschäftigten angemessene Entgelte und Gagen gewährleisten“, erklärt Thomas Bittner, zuständiger ver.di Gewerkschaftssekretär in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nur so lasse sich die Leistungsfähigkeit der sächsischen Theater auch in Zukunft sichern.
Die Gewerkschaften und Berufsverbände fordern daher unter anderem die Rücknahme der vorgesehenen Kürzungen, die vollständige Berücksichtigung von Tarifsteigerungen und angemessene Künstlergagen für frei Beschäftigte. Das letzte Wort hat der Landtag, er muss den sächsischen Haushalt und die damit verbundenen Einschnitte absegnen.
