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Demo gegen Sachsenlandhalle als Notunterkunft

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Begleitet von Protesten hat der Kreistag am Mittwoch seine Sitzung abgehalten. Rund 700 Menschen demonstrierten vor der Sachsenlandhalle in Glauchau gegen die geplante Asyl-Notunterkunft, wie die Freie Presse berichtet. Der Aufruf kam von den rechtsextremen „Freien Sachsen“. Bei der Sitzung informierte Landrat Carsten Michaelis (CDU) darüber, dass die kreiseigene Immobilie für den Fall eines unerwartet hohen Flüchtlingszustroms zur Notunterkunft umfunktioniert werden könnte. 168 Plätze würden damit geschaffen. Laut eigenen Prognosen des Landratsamtes sei es aber unwahrscheinlich, dass dieser Fall eintrete.

Die Einwohner von Glauchau und die Sportvereine hätten nicht erst aus den Medien erfahren dürfen, dass die Sachsenlandhalle als Notunterkunft zur Verfügung gestellt werden könnte. Diese Auffassung vertritt die Vorsitzende der Freien Wähler im Kreistag, Dorothee Obst. Sie wirft Michaelis schlechte Kommunikation vor. „Ich hätte erwartet, dass sich der Landrat im Vorfeld gemeinsam mit der Stadt Glauchau in Einwohnerversammlungen den Fragen der Einwohnerinnen und Einwohner stellt.“