Demo-Teilnehmer berichten von Übergriffen
Zwei Gruppen haben am Montag in Zwickau demonstriert: Erst gingen mehrere Menschen gegen Sexismus auf die Straße, danach die sog. Corona-Spaziergänger.
Am Rande hätten etwa zehn Personen des „augenscheinlich rechten Spektrums“ junge Teilnehmer der ersten Demo bedrängt und provoziert, wie Polizeisprecher Christian Schünemann bestätigte. Darüber sei die Polizei gegen 18:30 Uhr von Mitgliedern des Vereins „Roter Baum“ informiert worden. Die Provokateure seien des Ortes verwiesen worden.
Offenbar hat es später körperliche Übergriffe gegeben. Darüber berichteten am Dienstag Teilnehmer der Antisexismus-Demo. Ein Mensch sei leicht verletzt worden.
Davon habe die Polizei erst im Nachgang erfahren, wehrt sich Schünemann gegen den Vorwurf der Vertuschung. „Wir haben aufgrund der auf Twitter geschilderten Verletzung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und bitten den Verletzten bzw. den Verfasser des Tweeds und weitere Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei in Zwickau zu melden und somit eine Strafverfolgung zu ermöglichen.“