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Der Superblitzer kommt wieder und bleibt länger

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Knapp vier Monate wurde der Enforcement-Trailer dieses Jahr in Zwickau getestet. Genau 5.993 Autofahrer können es allein deshalb bestätigen, weil sie von dem Anhänger geblitzt wurden. Jetzt steht fest: So ein Exemplar kommt für ein Jahr nach Zwickau und macht teure Fotos. Der Finanzausschuss hat am Dienstag mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass Zwickau für das gesamte Jahr 2026 einen Enforcement-Trailer mietet. Kostenpunkt: voraussichtlich 136.500 Euro.

Dieser Anhänger mit Messtechnik hat für die Verwaltung den Vorteil, dass er ohne Personal auskommt. Und er kann eben fast überall abgestellt werden und die Autofahrer überraschen. Es gab Anregungen aus der Bevölkerung, wo er hingestellt werden sollte, berichtete Ordnungsamtsleiter Mario Schulz. Nach Ansicht seines Amtes wird durch den Einsatz des Enforcement-Trailers die Verkehrssicherheit erhöht.

Das sah die Mehrheit des Ausschusses wohl auch so, oder es war die Meinung verbreitet, dass damit leichter etwas gegen die angespannte Finanzlage getan werden kann als mit bestimmten Kürzungen. Diskutiert wurde mehr darüber, ob ein Kauf nicht günstiger wäre. Dagegen sprach das Vandalismus-Risiko. Wird der eigene Blitzer zerstört, war zu erfahren, muss die Stadt einen neuen kaufen; ist es ein gemieteter, kommt kostenlos ein neuer.

Sieben Ausschussmitglieder segneten letztlich das Mieten eines Enforcement-Trailers für 2026 ab. Zwei der drei Mitglieder von der AfD stimmten dagegen.

Der Superblitzer wurde vom 1. April bis zum 28. Juli an zehn Standorten getestet. Am häufigsten wurde die Geschwindigkeit auf der B93 überschritten – am Ortseingang aus Richtung Crossen. Auf der Hegelstraße, vor der Pfarrei Heilige Familie, wurden dagegen kaum Temposünder registriert.