DGB-Kreischefin: Neurochirurgie an Para-Klinik stärken!
Die Neurochirurgie an der vom HBK übernommenen Paracelsus-Klinik muss unbedingt in ihrem bisherigen Umfang bestehen bleiben, fordert der DGB in Zwickau. Kreischefin Sabine Zimmermann sagte unserem Sender, um die Experten für dieses Fachgebiet in Zwickau zu halten, könnte ein Neurowissenschaftliches Zentrum mit Sitz an der Werdauer Straße gegründet werden. Andernfalls drohe ein Weggang des Teams um Professor Jan-Peter Warnke. Der Mediziner habe bereits entsprechende Angebote, will Zimmermann erfahren haben.
Warnke gilt als Experte für die Behandlung äußerst seltener Erkrankungen. Aus aller Welt kommen Patienten nach Zwickau, um sich von ihm operieren zu lassen.
Zimmermann kritisiert den Umgang mit der Paracelsusklinik scharf. Das HBK betreibe keinen Betriebsübergang, sondern die Zerschlagung einer renommierten Klinik. Das verstehe niemand. Oberbürgermeisterin Constance Arndt und den Stadtrat forderte die Gewerkschafterin auf, alles dafür zu tun, dass das Warnke-Team in Zwickau bleibt.
Zum 1. März soll die Neurochirurgie in der früheren Paracelsus-Klinik ihren Leistungsumfang reduzieren. Das HBK begründet den Schritt damit, über eigene Kapazitäten am Standort Marienthal zu verfügen.
Update Dienstag, 13 Uhr: Oberbürgermeisterin Constance Arndt sieht sich im Streit um die Neurochirurgie als Mittlerin. Sie wolle zwischen beiden Seiten moderieren, ein Eingriff in Personal und Struktur stehe ihr nicht zu, sagte Arndt am Mittag unserem Sender nach einem Gespräch am Montagabend mit der Leitung des Heinrich-Braun-Krankenhauses. Über den Inhalt sei Stillschweigen vereinbart worden.