Die Nulle gibt erneut Fragen auf
Die gute Nachricht: Die Übergabe des 04-Bades ist abgehakt. Die Sportstättenbetrieb hat sich mit dem Förderverein geeinigt. Seit 7. Juli hat der Eigenbetrieb der Stadt nach eigenen Worten die Schlüsselgewalt. Betriebsleiter Sven Wöhl hat sich diese Woche das Kultbad angeschaut. Er ist erschrocken und befürchtet, dass die 1,4 Millionen Euro für die Reparaturen nicht reichen.
Vor dem Ausgangsbereich ist das Unkraut inzwischen kniehoch. So viel kann der Spaziergänger oder Laubenpieper der benachbarten Anlage sehen. Doch das scheint Pillepalle zu sein, verglichen mit dem Bild des Bades hinter dem Zaun. „Es sieht schlimm aus“, sagt Sven Wöhl, „dort sind die Wände des Beckens eingefallen, dort steht ein Gebäude, das einsturzgefährdet ist und abgerissen werden muss.“
Planer arbeiten an einer neuen Kostenschätzung. Sie soll nächste oder übernächste Woche vorliegen. Wenn die 1,4 Millionen Euro, die der Stadthaushalt dafür vorsieht, nicht reichen, will Sven Wöhl zur Stadtspitze gehen und klären, ob trotzdem angefangen wird oder sich der Stadtrat nochmal damit beschäftigen muss.
Wann die Nulle wieder öffnet, ist offen. Sven Wöhl hält sich zurück: „Im Finanzausschuss wurde mir letztens gesagt, ich soll am 30. Juni nächsten Jahres wieder aufmachen. Da habe ich ihnen gesagt: Das kann ich nicht versprechen.“ Demnächst soll es einen Pressetermin vor Ort geben.