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Diskussionen um die Sanierung von 110 Metern Nebenstraße

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Die Sanierung von 110 Metern Döhnerstraße hat in dieser Woche gleich zwei längere Debatten zum Straßenbau ausgelöst – erst am Montag hinter verschlossenen Türen im Bauausschuss, dann am Dienstag öffentlich im Finanzausschuss. Letzterer hat das Vorhaben im unteren Bereich der Straße letztlich beschlossen – mit sechs Ja-Stimmen, bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Nächstes Jahr wird das Stück zwischen Marienthaler Straße und Antonstraße grundhaft erneuert.

Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 240.000 Euro, Fußwege eingeschlossen. Anlass ist das anstehende Projekt der Wasserwerke – sie werden dort den Abwasserkanal und die Trinkwasserleitung auszuwechseln.

Sollte diese Nebenstraße für viel Geld grundhaft erneuert oder besser mit dem Geld woanders an wichtigeren Stellen Reparaturarbeiten intensiviert werden? Diese Frage stellte Tristan Drechsel (BfZ) im Finanzausschuss. Mehrere Ausschussmitglieder äußerten ebenfalls Zweifel an der Richtigkeit der Investition. Es wurde darauf hingewiesen, dass es sich um eine Einbahnstraße mit großem Parkaufkommen handelt, wo sowieso langsam gefahren werden muss. Oder darauf, dass kein Breitbandausbau vorgesehen ist.

Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn erklärte unter anderem, dass die Straße stellenweise nur einen Belag von fünf Zentimetern hat und insgesamt mit der schlechtesten Note bewertet wurde: mit einer Fünf. Die Wasserwerke nach einem halben Jahr Vollsperrung ziehen zu lassen und dann weiter mit einer geflickten Straße ohne frostsicheren Oberbau zu leben, das wäre - nach Ansicht von Thomas Pühn - den Anwohnern gegenüber nicht vermittelbar.