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Advent 2025 im Dom: WC? Nach hinten und dann rechts!

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Im Dom St. Marien gibt es demnächst eine historische Veränderung: Die nördliche Vorhalle wird saniert und mit einem Sanitär-Kubus ausgestattet – im Januar sollen die Arbeiten beginnen, voraussichtlich im November 2025 befindet sich dann in der Stadtkirche erstmals eine Toilette.

Die nördliche Vorhalle befindet sich im hinteren Teil des Doms, auf einer Linie mit dem „Kassenraum“ und der Turmhalle, in Richtung Wenzel Bierstuben. Die Halle diente früher als Lager für Öl und Wein; in den 70er/80er Jahren wurde sie zur „Winterkirche“ umgebaut. Gottesdienste und Andachten finden inzwischen während der kalten Jahreszeit in der Sakristei statt. Nun erhält die Vorhalle eine neue Funktion.

Die archäologischen Untersuchungen sind abgeschlossen. Im neuen Jahr gehen die Bauarbeiten über die Bühne: eine Bodenplatte mit Heizungsleitungen wird errichtet, Sandsteinplatten werden verlegt, und dann wird der Sanitär-Kubus mit Damen-, Herren und Behinderten-WC eingebaut; weiter werden Wände und Gewölbe saniert, Steine gereinigt, Fenster, Türen und Vergitterung aufgearbeitet etc. Die Toilettenanlage kann im Übrigen relativ leicht wieder ausgebaut werden.

Die Gesamtkosten liegen bei 343.000 Euro. Die finanzielle Hauptlast trägt die evangelische Kirche mit 205.000 Euro. Die übrigen 138.000 Euro sind Fördermittel – 120.000 von Bund und Land plus 18.000 von der Stadt Zwickau. Dass diese Zuschüsse gewährt werden, hat der Finanzausschuss vorige Woche beschlossen.   (gf/rko)