Drittliga-Profis nehmen Training auf: Zwickau sieht Saison-Fortsetzung kritisch

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Die Profis von Fußball-Drittligist FSV Zwickau haben am Sonntag in Kleingruppen wieder das Training aufgenommen. Laut einer Vereinsmitteilung sollen am Montag auf freiwilliger Basis erste Corona-Tests durchgeführt werden. Allerdings verwies der FSV darauf, dass das vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) entwickelte Hygienekonzept für den Club derzeit nicht umsetzbar sei. "Zum Beispiel fehlt es bereits an einem Hygieneverantwortlichen, der approbierter Arzt sein muss (Stelle ist ausgeschrieben) und an den Räumlichkeiten in der GGZ-Arena, um die Abstandsregeln des Hygienekonzeptes (1,50 m) umzusetzen", heißt es in der Mitteilung.

Der FSV verwies zudem darauf, dass bei einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs neben dem Hygienekonzept, über welches das örtliche Gesundheitsamt entscheide, auch das Sicherheitskonzept erfüllt werden muss. Dafür sei die zuständige Polizeibehörde zuständig. "Für das Sicherheitskonzept dürfte die im Freistaat Sachsen kumulierte Spielansetzung der ersten und zweiten Bundesliga ein Problem darstellen, da damit nicht ausreichend Polizeibeamte zur Verfügung stehen, um in den kommenden englischen Wochen auch etwaige Geisterspiele der dritten Liga abzusichern", erklärte der FSV-Vorstand.

Die Zwickauer Verantwortlichen machten in ihrer Mitteilung außerdem deutlich, dass die Entscheidung über die Saison-Fortsetzung letztendlich nicht der DFB, sondern die Behörden treffen: "Für den FSV Zwickau ist damit auch weiterhin die behördliche Anordnungslage und nicht etwa Drohungen von Verbandsfunktionären maßgeblich." Dennoch wolle der Verein "alles in seiner Macht stehende tun, um die Umsetzung des Hygienekonzeptes des DFB zu ermöglichen." (dpa)