Haribo wird Chefsache von Kretschmer und Dulig
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) steht an der Seite der 150 Haribo-Beschäftigten von Wilkau-Haßlau. Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) sagte uns, dass der Regierungschef am Donnerstag bei einem Treffen von Akteuren gegen die Werkschließung zugeschaltet war. Kretschmer habe bereits mit der Geschäftsführung gesprochen und wolle als nächstes auf die Eigentümerfamilie zugehen.
Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat an Haribo appelliert, die Schließung des Standortes Wilkau-Haßlau abzuwenden. Das Werk sei von großer Bedeutung für die Stadt und den lokalen Arbeitsmarkt, betonte Dulig heute in einer Mitteilung. „Dem Unternehmen Haribo geht es sehr gut. Seine Produkte erfreuen sich weltweit steigender Nachfrage. Deshalb können wir die Ankündigung von Haribo nicht nachvollziehen.“ Er habe dem Geschäftsführenden Gesellschafter Guido Riegel angeboten, gemeinsam Alternativen zur Schließung zu erörtern, hieß es. So könne der Freistaat in den Bereichen Innovation und Investition unterstützen.
Haribo hatte vergangene Woche angekündigt, seine Produktionsstätte in Wilkau-Haßlau zum Jahresende zu schließen. Dagegen gibt es Widerstand von lokalen Akteuren, der Belegschaft, der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten - und den Einwohnern. Eine Online-Petition hatte am Donnerstagmittag bereits mehr als 9.000 Unterstützer. Zudem liegen in der ganzen Stadt weitere Unterschriftenlisten aus. (mit dpa)