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Dynamo Pokalausschluss bestätigt

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Das wars! Das DFB-Bundes­ge­richt hat entschieden: Dynamo bleibt vom Pokal ausge­schlossen. Das DFB-Bundes­ge­richt hat sich in der Berufungs­ver­hand­lung gegen eine Abmil­de­rung der Pokal­sperre ausge­spro­chen. DFB-Richter Goetz Eilers: "Die Bilder und Zeugen­aus­sagen haben das Urteil des DFB-Sport­ge­richts bestä­tigt." Dynamo bleibt somit von der DFB-Pokal­runde 2013/14 ausge­schlossen. Begrün­dung für Pokal­sperreDFB-Richter Goetz Eilers begrün­dete die Beibe­hal­tung der Strafe wie folgt: "Die Bilder und Zeugen­aus­sagen haben das Urteil des DFB-Sport­ge­richts bestä­tigt." Zudem stellte er fest: "Von der bishe­rigen Praxis (verschul­dens­un­ab­hän­gige Haftung) wird nicht abgewi­chen. Anhänger und Verein stellen eine Einheit dar." "Vor einem Jahr haben wir von einem Pokal­aus­schluss Abstand genommen, verbunden mit der dringenden Warnung, zu verhin­dern, dass es wieder zu den Vorkomm­nissen kommt. Für den Fall der Wieder­ho­lung war ein Pokal­aus­schluss angedroht worden. Der Pokal­aus­schluss ist das Mittel, um zu signa­li­sieren, dass der DFB nicht zuschaut, wenn solche Vorkomm­nisse passieren."Wenig neue Erkennt­nisseDas DFB-Sport­ge­richt hatte Dynamo am 10. Dezember 2012 zur Pokal­sperre verur­teilt. Hinter­grund waren die Ausschrei­tungen rund um das Zweit­run­den­spiel des diesjäh­rigen DFB-Pokals bei Hannover 96. In der heutigen Verhand­lung in der DFB-Zentrale in Frank­furt am Main wurden Vertreter beider Vereine gehört. Zudem wieder­holten Polizei und DFB die bereits im Dezember vorge­brachten Vorwürfe gegen Dynamo.Probleme beim Sicher­heits­kon­zeptDynamos Sicher­heits­be­auf­tragter Sören Klar kriti­sierte vor allem die materi­elle Ausstat­tung in und um die AWD-Arena. "Ein Tor konnte nicht verschlossen werden, weil es schon vorher kaputt war!", so Klar. Klaus-Dieter Dunkel von der DFB-Kommis­sion Präven­tion und Sicher­heit hinter­fragte die Abgren­zung der einzelnen Blöcke vonein­ander und bekräf­tigte: "Ein Flatter­band kann nicht als ausrei­chend gelten!". Schon im Vorfeld hatte es wohl Unstim­mig­keiten beim Sicher­heits­kon­zept gegeben. Korinna Klar, damals beim Fanpro­jekt Dresden, gab zu Proto­koll: "Wir sind schon mit einem unguten Gefühl aus der Sicher­heits­be­spre­chung rausge­gangen".Löst das Urteil die Fanpro­ble­matik?Unabhängig vom Urteil wurde während des Prozesses deutlich, dass die Vereins­füh­rung von Dynamo den Ausschrei­tungen von Teilen der Anhänger weitge­hend hilflos gegen­über­steht. Die Verhand­lung drehte sich mehrmals um den sogenannten „Hooligan-Touris­mus“. So wurde in Hannover, wie auch in Kaisers­lau­tern, vermehrt gewalt­be­reites Publikum gesichtet, dass sich aus dem gesamten Bundes­ge­biet rekru­tiert.

Audio:

Dynamo-Geschäfts­führer Chris­tian Müller zum Urteil.
Dynamo-Anwalt Dr. Jörg Heyer im Gespräch.