Ehemaliger Zwickauer trifft mit Gedicht über seine Heimat ins Schwarze
Mit einem Gedicht über seine Heimatstadt hat ein ehemaliger Zwickauer den Nerv der Facebook-Gemeinde getroffen. "Heimweh" heißt das Werk von Hobbydichter Wolfgang Walter, der mittlerweile in Brandenburg wohnt. In den fünf Strophen schwelgt er in Erinnerungen an seine Lieblingsplätze in Zwickau - darunter Schwanenteich, Neue Welt oder auch der Lindenhof, den es schon garnicht mehr gibt. Mehr als 200 Likes (Stand Mittwochmittag) hat er dafür bei Facebook schon eingeheimst und es werden stetig mehr. Und weil's so schön ist, hier nochmal zum Nachlesen:"Heimweh" von Wolfgang WaltherDurch Zwickaus Straßen schweift mein Blicknach langen Jahren wieder,hier schwelgte ich im Kinderglückund sang der Jugend Lieder.Wie oft ging ich am Schwanenteichdie wohlvertraute Runde,wie oft macht‘ mich die Liebe reichund zählte keine Stunde.So manche Ecke kenn ich noch,hier spielten wir Verstecken,und wenn’s mal nach Verbranntem roch,war’s meist nur zum Erschrecken.Den Lindenhof, den’s nicht mehr gibt,den Muldendamm, wo ich geliebt,die Neue Welt, wo ich getanzt,den Stadtwald, wo ich mich verfranzt,den Sachsenring, wo ich geschafft,privat gepfuscht und auch gerafft,Eiskellerberg und Bahnhofstraße,die Brunnen- und die Schwanengasse,den Kiosk auch, mit seiner Brühe,den Arbeitsweg in aller Frühe,die Wohnung und den Hinterhof,die Wand auf der geschrieben „DOOF“.Jetzt bin ich fort, wohn nicht mehr hier,und weh ist mir im Herzen.Mein Zwigge, ach, wie lieb ich dir,was machst du mir für Schmerzen.