Eispiraten Crimmitschau konnten Heimvorteil nicht nutzen
Die Eispiraten Crimmitschau haben den vorzeitigen Einzug in das Halbfinale der Playoffs verpasst. Sie verloren am Sonntag ihr Heimspiel gegen den SC Riessersee mit 1:4. Morgen Abend kommt es zum siebten Aufeinandertreffen und damit zum Entscheidungsspiel. Cheftrainer Kim Collins schickte die gleiche Mannschaft ins Rennen wie schon beim 2:1-Overtime-Sieg am Freitag. Nicht dabei war Ales Kranjc (überzähliger Ausländer). Robbie Czarnik stürmte in der dritten Linie, Robin Soudek erneut in der ersten Reihe neben Ivan Ciernik und Jordan Knackstedt. Der SC Riessersee, welcher mit dem Rücken zur Wand stande, startete mit viel Druck und erspielte sich prompt zahlreiche Chancen. Die Eispiraten kamen dagegen nicht richtig ins Spiel und mussten bereits nach acht Minuten einen Rückstand hinnehmen. Jared Gomes traf per Direktabnahme zum 0:1. In der Folge hatten Jordan Knackstedt und Patrick Pohl die Möglichkeiten für die Westsachsen auszugleichen. Doch ihre Einschusschancen brachten keinen Ertrag. Im zweiten Drittel gelang den Eispiraten dann zunächst aber der Nadelstich. Brock Maschmeyer tunnelte Matthias Nemec und versenkte den Puck trotz starker Bedrängnis zum 1:1-Ausgleich (24.). Die Antwort der Garmisch-Partenkirchener ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Im Powerplay lenkte Will Weber einen Schuss von Richard Mueller in den eigenen Kasten - 1:2 (26.). Maschmeyer, Ciernik, Pohl und Soudek hatten dann beste Chancen, um für die Crimmitschauer erneut auszugleichen. Doch entweder fehlte den Pleißestädtern in diesen Situationen das Scheibenglück oder aber Matthias Nemec, Schlussmann des SCR, parierte stark. Auch zu Beginn des Schlussdrittels erspielten sich die Eispiraten ein Chancenplus. Zunächst scheiterte Ciernik an Nemec, der kurze Zeit später Nachschuss um Nachschuss parierte und den Ausgleich der Westsachsen somit verhinderte. Eiskalt dagegen präsentierte sich der SCR. Richard Mueller traf von der Grundlinie und stellte auf 1:3 (46.). Die Westsachsen gaben sich vor den 4.236 Fans, welche für eine wahnsinnige Kulisse sorgten, jedoch nicht aus, konnten sich in einer weiteren Drangphase aber wieder nicht belohnen. So traf Andreas Eder 30 Sekunden vor dem Ende zum 1:4-Endstand. Enttäuschung sah in diesen Minuten allerdings anders aus. Die Anhänger feierten ihre Eispiraten, die Riessersee nun am Dienstag zum siebten Duell fordern, für das bisher Erreichte.
