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Eklat bei Sicherheitsdebatte im Landtag

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Der sächsi­sche Landtag hat am Mittwoch­vor­mittag in einer aktuellen Stunde über die Sicher­heits­lage in Deutsch­land disku­tiert. Für einen Eklat sorgte dabei der gelernte Polizist und AfD-Politiker Sebas­tian Wippel, er sagte im Landtag: "Unsere Bundes­kanz­lerin hat uns hier eine Suppe einge­brockt. Eine Suppe, die niemand bestellt hat, nach dem Rezept „Wir schaffen das“. Das ist ein bisschen einfach. Und nun haben wir die Quittung bekommen, jetzt auch in Deutsch­land erstmalig mit den Anschlägen in Bayern und Baden-Württem­berg. Leider hat es nicht die Verant­wort­li­chen dieser Politik getroffen."Die Linken im Landtag haben der sächsi­schen CDU Heuchelei in der Sicher­heits­po­litik vorge­worfen. Seit 1990 hätten die Christ­de­mo­kraten als Regie­rungs­partei bei der Polizei im Freistaat Stellen abgebaut, sagte Frakti­ons­chef Rico Gebhardt. Jetzt nach mehr Sicher­heit und der Einschrän­kung von Freiheits­rechten zu rufen, sei eine „heuch­le­ri­sche Debatte“.  Der CDU-Innen­ex­perte Chris­tian Hartmann wies den Vorwurf zurück. Die Sicher­heits­lage habe sich „signi­fi­kant verän­dert“ und die Anschläge von Bayern und Baden-Württem­berg seien „Realität“. Sein SPD-Kollege Albrecht Pallas verwies darauf, dass die schwarz-rote Koali­tion mit zusätz­lich 1000 Stellen bei der Polizei mehr Einstel­lungen junger Polizei­an­wärter und dem Aufbau der Wachpo­lizei auf die verän­derte Lage reagiert habe. Dieser Weg werde konse­quent weiter­ver­folgt.