++ EIL ++

Bau auf dem RAW-Gelände: verzögert und geheimnisvoll

Zuletzt aktualisiert:

Drei Kräne sind in diesem Monat hinter dem Bauzaun und der Anstaltsmauer aufgetaucht. Sie haben es angekündigt: Demnächst wird dort in die Höhe gebaut. Das Finanzministerium hat das unserem Sender bestätigt. Außerdem tut sich etwas an der früheren Service-Werkstatt.

„Der Hochbau beginnt, zunächst mit den Grundleitungen in einem ersten Gebäudeteil“, teilte die Pressestelle des sächsischen Finanzministeriums auf Anfrage mit. Heute berät die Baukommission. Danach sollen Details bekanntgegeben werden.

Seit der letzten Information vom Mai 2019 hat sich einiges getan. Die Anstaltsmauer mit einer Länge von 1,35 Kilometern steht, abgesehen von kleinen Lücken. Baugruben sind ausgehoben, Straßen angelegt worden. Mit viel Lärm wurden Betonpfähle für Gründungen in die Erde gebracht. Nun folgt also der Hochbau.

Unterdessen gibt es auch Bewegungen auf der letzten Halle des ehemaligen RAWs. Gebaut wird am Dach der alten Servicewerkstatt. Vor fast genau fünf Jahren war dort der Hammer gefallen. Vor zwei Jahren ersteigerte eine Firma aus NRW die Immobilie der Bahn. Was dort im Moment passiert und welche Pläne es gibt, wollte das Unternehmen nicht beantworten.

Update Donnerstag, 13:45 Uhr: Die JVA wird voraussichtlich auch teurer. Geplant und genehmigt sind bisher 174,5 Millionen Euro. Auf unsere Nachfrage teilte das Finanzministerium mit, dass aufgrund der stark steigenden Baupreise im weiteren Verlauf mit Kostensteigerungen gerechnet werde. Konkrete Angaben können dazu im Laufe des kommenden Jahres gemacht werden.   

Update Mittwoch, 17:45 Uhr: Nach der Sitzung der Baukommission teilte das Finanzministerium mit, dass es mit der Fertigstellung der JVA im zweiten Quartal 2024 rechne. Zuvor war von Ende 2023 die Rede. Zu Verzögerungen sei es zuletzt bei der Vergabe der Rohbau-Leistungen gekommen, heißt es zur Erklärung. Der Zeitplan musste schon mehrmals nach hinten korrigiert werden.

Audio: