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Er ist der Einzige seiner Art

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Zwickauer Tüftler haben ein Stück DDR-Geschichte wieder zum Leben erweckt: einen Trabant 601 mit Wankelmotor. Der stammt aus den 60er Jahren und ging nie in Serie. Ein einzigartiges Exemplar. Der Verein „Inter Trab“ und das August-Horch-Museum haben den Wankel-Trabi rekonstruiert. Am Mittwoch hatte der spezielle Trabi seinen großen Auftritt im August-Horch-Museum. 

„Es war eine Herausforderung, das Auto wieder aufzubauen“, sagt Projektleiter Peter Lorenz, der fast fünf Jahre lang mit Gleichgesinnten und zahlreichen Unterstützern an „Felix“, wie das Auto genannt wird, geschraubt hat. Felix ist der Vorname des Motorerfinders Wankel. 

Der Wankelmotor lag im Depot des Museums, und die notwendigen Unterlagen wurden im Chemnitzer Stadtarchiv gefunden. „Wir haben ihn demontiert, die wesentlichen Einzelteile scannen lassen, neue Zeichnungen angefertigt, so dass wir auch Teile nachbauen können, wenn es zum hoffentlich nie eintretenden Ernstfall kommen sollte“, beschreibt Lorenz das Vorgehen. 

Der Motor ist kleiner, leichter und leistungsstärker als der typische Trabi-Zweitakter. Aber er hatte auch seine Schwächen, vor allem bei der Abdichtung und dem thermischen Wirkungsgrad. Letztendlich kam der Wankelmotor nicht in die Serienfertigung. (mit rko)

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Projektbeteiligter Joachim Funke