Erdbeben schreckt Anwohner im Raum Pirna auf
Eine Erdbeben der Stärke 2,0 auf der Richterskala hat am Montagabend zahlreiche Anwohner im Raum Pirna aufgeschreckt. 20:02 Uhr war ein lautes Grollen in vielen Wohnzimmern zu hören, Wände und Fenster vibrierten. Polizei und Feuerwehr waren zunächst ratlos, die Einsatzkräfte hatten keine Einsätze am Montagabend. Allerdings hatten sich auch bei Polizei und Feuerwehr zahlreiche Anwohner gemeldet.Seismologen registrieren Wert von 1,8 -2,0 auf der RichterskalaIm Seismologischen Observatorium in Berggießhübel wurde das so genannte "Seismologische Ereignis" registriert. Es gab also Ausschläge - zuzuordnen dem Bereich etwa 20km nordöstlich von Pirna bei Stolpen. Eine Sprecherin sagte am Dienstagvormittag, es könnte sich um ein Erdbeben handeln. Auf der Richterskala sei ein Wert von 1,78 registriert worden. Das sei für unsere Region beachtlich, im weltweiten vergleich aber eher schwach. Experten sicher: tektonisches ErdbebenAm Dienstagnachmittag stand dann zweifelsfrei fest, dass es sich um ein tektonisches Erdbeben in 12km Tiefe gehandelt hat. Wie Dr. Siegfried Wendt vom Geophysikalischen Observatorium Collm sagte, seien auch zwei Nachbeben der Stärke 1,0 bei Stolpen registriert worden. Das Hauptbeben habe die Stärke 2,0 erreicht. Erdbeben seien ab einer Stärke von 1,5 wahrnehmbar. Dabei gebe es leichte Erschütterungen, Fenster können vibrieren.Keine Schäden registriertBis Dienstagnachmittag gab es keine Meldungen über Schäden, hieß es von der Polizei. Auch Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke sagte, es seien keine Schäden, Explosionen oder ähnliches aufgetreten. Bei der Feuerwehr und Polizei in Pirna hatten sich aber viele besorgte Anwohner gemeldet.Bundeswehr schließt Überschall-Knall ausÜberprüft wurde auch, ob ein Bundeswehr-Jet die Schallmauer durchbrochen hat. Dies könne defintiv für Montagabend für einen Umkreis von 55 Kilometern um Pirna ausgeschlossen werden. Das teilte das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe auf unsere Anfrage hin mit.Meteoritenexplosion ausgeschlossenSpekuliert wurde auch über einen Meteoriten, der möglicherweise am Himmel explodiert sei. Ulf Peschel von der Sternwarte Radebeul hält diese Variante für sehr unwahrscheinlich. Es hätte sich um einen sehr großen Himmelskörper handeln müssen. Die Explosion wäre am Abendhimmel sehr deutlich zu sehen gewesen.Landesamt für Umwelt geht von natürlicher Ursache ausIm Landesamt für Umwelt wird von einer natürlichen Ursache für die Erschütterung ausgegangen. Die Experten hätten zweifelsfrei ein leichtes Erdbeben mit zwei Nachbeben registriert.