Erfolgreiches Geschäftsjahr für ZEV: Wo die Millionen hingehen
Die Zwickauer Energieversorgung (ZEV) hat im vergangenen Jahr 13,7 Millionen Euro Gewinn gemacht. Das war etwas weniger als im Jahr davor, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorstellung seiner Bilanz für 2024 bekanntgab.
Gründe für leichten Rückgang
Für den Rückgang gibt es zwei Hauptgründe, wie der Technische Geschäftsführer der ZEV, André Hentschel, sagte: Zum einen haben viele Hauseigentümer durch PV-Anlagen oder Wärmepumpen ihren Energieverbrauch gesenkt. Zum anderen werden die Winter immer milder.
Wer vom Gewinn profitiert
Der Kaufmännische Geschäftsführer Dominik Wirth bezeichnete das Geschäftsjahr dennoch als Erfolg. Vom Ertrag gehen rund acht Millionen Euro an die Stadt Zwickau. „Das Geld kommt so indirekt auch allen Einwohnern zugute“, so Wirth. Der Rest wird unter den Gesellschaftern des Unternehmens aufgeteilt. Das sind die Stadtwerke Zwickau Holding, die Mitteldeutsche Energie AG (EnviaM) und die Thüga AG.
Künftige Herausforderungen
Als größte Herausforderung für die ZEV sieht Hentschel nach wie vor die Energiewende: „Energiepolitische Gesetzespakete der Bundesregierung haben zahlreiche Impulse gesetzt, die nun in konkrete Maßnahmen überführt werden müssen“, so Hentschel. Deshalb investiert das Unternehmen weiterhin auf hohem Niveau. Rund 15 Millionen Euro pro Jahr sollen künftig in den Ausbau des Strom-, Wärme- und Erdgasnetzes in der Region fließen. „So wollen wir unseren Privat- und Geschäftskunden ein sicheres Netz ohne größere Ausfälle bieten bei stabilen Preisen“, sagt Hentschel. Schon jetzt liegt die ZEV in ihrer Ausfallbilanz unter dem bundesweiten Schnitt. „Dabei ist vor allem entscheidend, wie lange der Ausfall gedauert hat und wie schnell der Schaden behoben wurde“, führt Wirth aus.
Auch hier investiert die ZEV
Auch in anderen Bereichen geht die ZEV voran: So wurde das Unternehmen von der Industrie- und Handelskammer 2024 als „Hervorragender Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet und ist weiterhin wichtiger Geldgeber für soziale Projekte sowie die beiden größten Sportvereine der Stadt, FSV und BSV Sachsen.