Ermittler untersuchen weitere ungeklärte Anschläge
Bei den Ermittlungen zu den rechtsextremistisch motivierten Döner-Morden werden nun auch weitere ungeklärte Anschläge überprüft. Laut Medienberichten untersuchen die Behörden zum Beispiel den Sprengstoffanschlag Ende 1998 in Berlin auf das Grab von Heinz Galinski, dem ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden. Auch in Nordrhein-Westfalen rollt die Polizei zwei ungeklärte Anschläge auf: den Nagelbombenanschlag in einer überwiegend von Türken bewohnten Straße in Köln im Jahr 2004, sowie den Anschlag auf jüdische Aussiedler an einer S-Bahn-Haltestelle in Düsseldorf im Jahr 2000. Auch die Bombenanschläge auf die Wehrmachtsausstellung im März 1999 in Saarbrücken und auf dem jüdischen Friedhof in Berlin im März 2002 sollen noch einmal unter die Lupe genommen werden. Die Polizei vermutete damals Rechtsextremisten als Täter, konnte aber keinen Verdächtigen ermitteln. Das mutmaßliche Tätertrio hatte zuletzt jahrelang unerkannt in Zwickau-Weißenborn gelebt. Die zwei Männer haben sich vor gut einer Woche das Leben genommen. Daraufhin soll ihre 36-jährige Komplizin Feuer in der Wohnung gelegt haben, um Beweise zu vernichten. Trotzdem: In der zerstörten Wohnung fanden Ermittler die Pistole, mit der die Döner-Morde verübt worden waren. Zudem entdeckten sie rechtsextreme Propaganda-Videos. Nach Medienberichten soll dort auch ein Bekennervideo zu den Döner-Morden gefunden worden sein.