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Erzgebirgskliniken an der Belastungsgrenze

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Die Krankenhäuser im Erzgebirgskreis sind an ihrer Belastungsgrenze. Das sagte Norbert Heide, der Ärztliche Leiter des Mittleren Erzgebirgsklinikum, am Freitag auf der Pressekonferenz im Landratsamt.

Er appellierte eindringlich an die Erzgebirger, sich an die Kontaktbeschränkungen und anderen Vorgaben zu halten. Anders seien die Ärzte und Pflegekräfte nicht zu entlasten.

235 Coronapatienten liegen im Erzgebirgskreis momentan im Krankenhaus, 38 haben einen schweren Verlauf. In allen Klinken werden mittlerweile nicht dringend nötige Eingriffe verschoben.

Landrat Frank Vogel rechnet mit Ausgangsbeschränkungen in Landkreisen mit einer Inzidenz über 200. Man habe sich mit Bürgermeistern und Landräten darüber verständigt, in dieser Frage einheitlich zu handeln. Freitagnachmittag soll in Dresden die neue Copronaschutzverordnung für Sachsen beschlossen werden. Vogel ist bei den Beratungen dabei als Präsident des Landkreistages. Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag 310 neue Coronafälle im Erzgebirgskreis. Es kamen sechs Todesfälle dazu. Der Inzidenzwert liegt bei gut 313 (Stand 0 Uhr).

Für Wintersport im Erzgebirge sieht Vogel bis Jahresende keinen Spielraum. Die hohen Infektionszahlen ließen dies nicht zu. So leid es ihm tue, seien Lockerungen da nicht drin. Was die Gastronomie und die Hotels betrifft, da verwies er auf den Bund.
 

Audio:

Norbert Heide zu Situation in den Krankenhäusern
Frank Vogel zu Ausgangsbeschränkungen
Frank Vogel zur Skisaison