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Ex-Häftling soll am Tag seiner Entlassung ein Mädchen in Tschechien vergewaltigt haben

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Ein in Deutschland abgelehnter Asylbewerber steht im Verdacht, in Tschechien ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Nach Medienberichten soll er die 16-Jährige am Dienstag auf einem Feld bei Terezin (Theresienstadt) überfallen haben.  Das Bezirksgericht im nordböhmischen Litomerice (Leitmeritz) schickte den Mann am Donnerstag in Untersuchungshaft, wie die Agentur CTK berichtete. Der 29-Jährige sei kurz vor der mutmaßlichen Tat aus einem deutschen Gefängnis entlassen worden und nach Tschechien im Rahmen des kontrollfreien Schengenraums eingereist, teilte Innenminister Jan Hamacek mit.

Nach Angaben des tschechischen Gerichts hatte der Mann in Sachsen in Erzwingungshaft gesessen, weil er eine Geldbuße nicht bezahlt habe. Nach seiner Entlassung am Dienstag sei er mit dem Zug durch Tschechien gefahren, bis er als Schwarzfahrer aus dem Zug verwiesen worden sei. Sein mutmaßliches Opfer habe er zufällig ausgesucht. Bei einer Verurteilung drohten dem aus einem afrikanischen Land stammenden Verdächtigen zwei bis zehn Jahre Gefängnis. Sein Anwalt legte Haftbeschwerde ein. Wie Patricia Vernhold vom Sächsischen Innenministerium der BILD sagte, saß der Mann in der JVA Bautzen ein und wurde zu seiner Entlassung in die JVA Dresden verlegt. Aufgrund fehlender Passersatzpapiere konnte er bisher nicht in seine Heimat abgeschoben werden, so Vernhold weiter.