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Flüchtlings­in­itiative kürt Ulbig zum „Abschiebe­minister“

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Die bundes­weite Flücht­lings­in­itia­tive Jugend­liche ohne Grenzen (JoG) hat Sachsens Innen­mi­nister Markus Ulbig (CDU) zum „Abschie­be­mi­nister 2015“ gekürt. Symbo­lisch überreichte sie am Freitag bei der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz in Koblenz seiner Delega­tion einen alten Koffer. Ulbig erhalte den Negativ­preis „für sein inkon­se­quentes Vorgehen gegen rassis­ti­sche Angriffe und Anschläge sowie die seit Jahren hohen Abschie­be­zahlen im Freistaat“, teilte der Zusam­men­schluss junger Flücht­linge mit, der nach eigenen Angaben rund 3000 Mitglieder hat. Ulbig wies die Vorwürfe zurück. Sachsen habe in diesem Jahr größten­teils Asylbe­werber aus sicheren Herkunfts­län­dern abgeschoben. Die konse­quente Anwen­dung des Asylrechts sei auch mensch­lich dringend nötig. „Nur wenn wir die Menschen ohne Bleibe­recht in ihre Heimat zurück­führen, können wir den Flücht­lingen, die tatsäch­lich unseren Schutz benötigen, langfristig helfen und erfolg­reich integrieren“, sagte der CDU-Politiker. Zugleich gehe Sachsen konse­quent gegen Attacken gegen Flücht­linge vor - auch mit einer Sonder­er­mitt­lungs­gruppe. (dpa)