Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit bestimmen Maikundgebungen
Vor der Bundestagswahl machen die Gewerkschaften Druck und fordern mehr soziale Gerechtigkeit. In Sachsen nahmen am Tag der Arbeit 23.000 Menschen an den Maikundgebungen teil, davon in Zwickau rund 2.000 – so die Angaben vom DGB.
Landeschefin Iris Kloppich sagte in Dresden, Altersarmut dürfe es in einem reichen Land wie Deutschland nicht geben. Sie forderte eine Stabilisierung der Renten.
Auf der Kundgebung am Nachmittag in Zwickau auf dem Hauptmarkt verlangte der Verdi-Chef für Mitteldeutschland, Oliver Greie, einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Vorbild müsse Österreich sein, wo Rentner viel besser gestellt seien.
Zu Störungen wie bei der Zwickauer Maikundgebung im Vorjahr kam es nicht, was auch an der starken Polizeipräsenz gelegen haben dürfte.
Bereits am Vormittag hatte die AfD auf dem Kornmarkt in Zwickau eine Veranstaltung abgehalten - vor etwa 300 Sympathisanten, zu denen auch Pegida-Anhänger gehörten. Zu ihnen sprachen u.a. der Zwickauer AfD-Bewerber für den Bundestag, Benjamin Przybylla, und Publizist Jürgen Elsässer.