FOZ-Betreiber zweifelt Verträglichkeitsstudie an
Der Betreiber des Fashion Outlet in Pölbitz (FOZ) zweifelt die Studie an, die eine Hamburger Unternehmensberatung erstellt hat. Da steht drin, dass der Markt am Stadtrand die Hälfte des Jahresumsatzes der Innenstadthändler abziehen wird, was Geschäftsschließungen zur Folge haben werde. Wie die Schmid GmbH aus Augsburg am Donnerstag mitteilte, seien falsche Zahlen für die Studie zugrunde gelegt worden. So seien die Auswirkungen des Online-Handels mit einem Umsatz-Anteil von 25 Prozent nicht berücksichtigt worden. Die Stimmung bei der IHK-Ausschusssitzung, wo die Studie am Mittwochabend vorgestellt wurde, beschrieb die Schmid GmbH als aggressiv und von persönlichen Interessen geprägt. Nachfragen zur Herleitung der Studie seien abgewürgt worden. Update Freitag, 16:04 Uhr - Die IHK hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. In einer Mitteilung vom Freitag heißt es: "Dr. Lademann & Partner zählt zu den renommiertesten unabhängigen Einzelhandelsgutachtern Deutschlands. Das Institut verfügt über eine hohe Kompetenz und die Erfahrungen der Erstellung von mehr als 2.500 Analysen deutschlandweit, viele davon ähnlicher Art. Berechnungsgrundlage der Studie waren u.a. Daten aus dem Geschäftsbericht der Schmid GmbH, dem Einzelhandelsatlas, Daten der MB Research und eigenes Zahlenmaterial. Diese wurden in einem umfänglichen Wirkungsmodell, dem Gravitationsmodell berechnet. Diese gutachterliche Methodik wurde durch zahlreiche Gerichtsurteile bestätigt. Darüber hinaus, so die IHK, sei die Stimmung am Mittwochabend sachlich und teilweise emotional gewesen, jedoch keinesfalls aggressiv. Den beiden Vertretern der Schmid GmbH sei die Gelegenheit eingeräumt worden für eine ausführliche Vorstellung des Unternehmens, die sie auch nutzten.