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Fraktionstrio will Stadionneubau auf Eis legen

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Die CDU unter­nimmt im Stadtrat einen neuen Anlauf, den Stadi­on­neubau in Eckers­bach zu torpe­dieren. Unter­stüt­zung erhalten die Christ­de­mo­kraten von den Fraktionen BfZ/Grüne und AfD, die neu im Parla­ment vertreten sind. Das Trio hat die Mehrheit im Rat und stellt einen gemein­samen Antrag für die Sitzung am 18. September.

Die Unter­zeichner verlangen, dass alle bisher für den Neubau gefassten Beschlüsse ausge­setzt werden, damit sich der neue Rat noch einmal mit dem Vorhaben befassen kann. Dafür soll die Verwal­tung beauf­tragt werden, inner­halb von drei Wochen über bisher angefal­lene bzw. noch zu erwar­tende Kosten zu berichten.

Als Begrün­dung führen die Antrag­steller eine „mittel­fristig prognos­ti­zierte kriti­sche Entwick­lung des städti­schen Haushalts“ an, die es erfor­dere, kosten­träch­tige Vorhaben nochmals zu begut­achten. Das Stadion soll 18 Mio. Euro netto kosten.

Der künftige Stadi­onnutzer FSV fühlt sich getäuscht, vor allem von der CDU. In einem offenen Brief erinnert der Verein die Fraktion an deren frühere Aussagen, wonach demokra­ti­sche Entschei­dungen für den Stadi­on­neubau zu akzep­tieren seien.

Sollte das Vorhaben auf Eis gelegt werden, drohe dem FSV der Zwangs­ab­stieg in die Oberliga. Denn für das „Sojus“ gebe es ledig­lich eine Ausnah­me­ge­neh­mi­gung – geknüpft an einen Stadi­on­neubau. Derzeit ist der FSV Tabel­len­führer in der Regio­nal­liga.

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Autor: Gunnar Tichy