Freigesprochener Ex-Stadtrat macht sich Luft – Vorwürfe gegen Oberbürgermeisterin
Der vom Vorwurf des Betruges freigesprochene ehemalige Stadtrat Sven Fischer sieht sich als Opfer herrschaftlicher Willkür. Vor Journalisten sagte der frühere AGZ-Kommunalpolitiker am Donnerstag, Oberbürgermeisterin Pia Findeiß habe ihn im Mai 2009 kurz vor der Wahl aus dem Rat ausgeschlossen, obwohl nur die Vermutung bestand, dass er seinen Lebensmittelpunkt nicht in Zwickau hatte. Der Stadtrat legitimierte das Vorgehen damals nachträglich. Inzwischen hat das Gericht Fischer Recht gegeben. Der Vorwurf, die Stadt um Sitzungsgeld in Höhe von rund 10.000 Euro betrogen zu haben, ist damit vom Tisch. Als „ekelhaft“ bezeichnete Fischer den aktenkundigen Fakt, dass er vom Stadtordnungsdienst wegen seines Wohnsitzes bespitzelt worden war. Auch die Leiter von Rechts- und Rechnungsprüfungsamt hätten ihm nachspioniert. Dafür gebe es Zeugen. In einer Stellungnahme hat Oberbürgermeisterin Pia Findeiß diese Vorwürfe jetzt zurückgewiesen. Weder sie noch der frühere Ordnungsbürgermeister hätten einen Auftrag zur Bespitzelung gegeben, so Findeiß.