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Freispruch im Betrugsprozess gegen Meeraner Diskobetreiber

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Ein Disko­be­treiber aus Meerane ist vom Vorwurf freige­spro­chen worden, seinen Onkel um 260.000 Euro betrogen zu haben. Das Landge­richt Zwickau hob am Mittwoch eine vom Amtsge­richt Hohen­stein-Enstthal verhängte Freiheits­strafe gegen den Mann auf. Der Beschul­digte, der auch als Finanz­be­rater arbeitet, konnte beweisen, dass sein 91-jähriger, zuneh­mend dementer Verwandter Darle­hens-Verträge unter­schrieben und eine Vollmacht erteilt hatte. Mit dem Geld kaufte Siegmar R. ein Haus, zahlte Zinsen an den mittler­weile verstor­benen Onkel. „Es hat ein Geschmäckle. Ihren Onkel kann ich nicht mehr befragen, dann hätte es vielleicht anders ausge­se­hen“, sagte Richter Torsten Sommer. Er spricht den Finanz­be­rater frei. "Im Zweifel zu Gunsten des Angeklagten", begründet er seine Entschei­dung.

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Vertei­diger Nils Hulinsky