Freistaat unterschreibt Mietvertrag für saniertes Schocken
Die Weichen für die Zukunft des ehemaligen Schocken-Kaufhauses in der Hauptstraße sind gestellt. Neben der Stadt hat jetzt auch der Freistaat Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb SIB, einen Mietvertrag mit dem Investor GP Papenburg Hochbau abgeschlossen. Dieser will das leerstehende Objekt in den nächsten Jahren umfassend ausbauen und revitalisieren. Von den insgesamt rund 10.800 Quadratmetern verfügbarer Fläche werden vom SIB rund 2.500 Quadratmeter für Büros angemietet.
„Die Unterzeichnung des Mietvertrages ist ein entscheidender Schritt (…) für die Aufwertung unserer gesamten Innenstadt“, erklärte Oberbürgermeisterin Constance Arndt. „Mit der Beseitigung dieses städtebaulichen Missstandes, mit dem wir jahrelang leben mussten, bleibt zugleich ein historisch bedeutender Standort erhalten: Er zeugt von der für Zwickau wichtigen, leider vergangenen jüdischen Geschichte, insbesondere von der Geschichte des Schocken-Konzerns.“
Oliver Gaber, Kaufmännischer Geschäftsführer des SIB: „Bei der Suche nach einer bedarfsgerechten Unterbringung der SIB-Niederlassung Zwickau hat sich die Anmietung der Büroflächen im ehemaligen Kaufhaus Schocken als wirtschaftlichste Alternative herauskristallisiert.“ Nach der Sanierung werden die Büros in den oberen Geschossen von rund 60 Mitarbeitern der SIB-Niederlassung Zwickau genutzt.
Die ersten Nutzer sollen Ende 2023 einziehen können. Weitere Mieter - auch in einem am Standort neu zu errichtenden Gebäude - sind willkommen. 700 Quadratmeter Bürofläche sind noch verfügbar, ebenso Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss.